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Kennzahlen und OEE

TrakState speichert Eingangsgrößen und rechnet daraus. Fertige Kennzahlen werden nicht abgelegt: der Mittelwert der OEE aus fünf Schichten ist nicht die OEE dieser fünf Schichten. Weil aus Summen gerechnet wird, stimmt jede Zahl über jeden Zeitraum — und eine Formelkorrektur wirkt rückwirkend statt nur auf neue Einträge.

Verfügbarkeit und Leistung rechnen auf derselben Basis, und das ist die tatsächliche Laufzeit, nicht die geplante Zeit.

Laufzeit = Ist-Laufzeit − Stillstand
Verfügbarkeit = Laufzeit / Ist-Laufzeit (auf 100 % gedeckelt)
Leistung = (Menge × effektive Taktzeit) / (Laufzeit × 60) (auf 100 % gedeckelt)
Qualität = (Direkt-Gut + Nacharbeit-Gut) / Menge
OEE = Verfügbarkeit × Leistung × Qualität

Der Grund ist ein Fall aus der Halle: Eine Schicht endet nach 71 Minuten, Ziel erreicht, kein Stillstand. Auf Planzeit gerechnet standen dort 59 % (bei 120 geplanten Minuten) oder 15 % (bei 480). Nichts stand still, und die Anzeige sagte 59 %. Eine Kennzahl, der niemand glaubt, wird nicht verbessert, sondern ignoriert. Auf Laufzeitbasis ergibt derselbe Fall 100 %.

Was das kostet, und wo es getragen wird. Die Lücke zwischen Plan und Ist verschwindet aus der OEE. Wer OEE als Auslastungsmaß liest, bekommt eine geschönte Zahl. Getragen wird die Lücke von Achievement (Ist-Menge / Ziel-Menge), gleichrangig neben der OEE — und von einem Pflichtkommentar bei einer früh beendeten Schicht ohne Zielerreichung.

Effektive Taktzeit. Die Ziel-Taktzeit gilt je Zyklus, nicht je Teil. Eine Station, die zwei Teile aus einem Zyklus nimmt, braucht halb so viel Zeit je Teil: effektive Taktzeit = Ziel-Taktzeit / Kapazität. Eine nicht erfasste Kapazität zählt als 1.

Kennzahl Einheit Was sie sagt
Verfügbarkeit % Anteil der Ist-Laufzeit, in dem die Linie lief
Leistung % Idealzeit der produzierten Teile gegen die tatsächliche Laufzeit
Qualität % was am Ende gut war, Nacharbeit eingeschlossen, gegen die Menge
OEE % Verfügbarkeit × Leistung × Qualität
First pass yield % direkt gute Teile, ohne Nacharbeit, gegen die Menge
Nacharbeitsquote % nachgearbeitete Teile gegen die Menge
Jobs per hour Stück/h Gutteile je Laufzeitstunde — auf derselben Laufzeit wie oben
Achievement % Ist-Menge gegen Ziel-Menge. Nicht gedeckelt: Übererfüllung ist eine Information
Fehlerquote % fehlerhafte Teile (Nacharbeit + Ausschuss) gegen die Menge
PPM ppm dieselbe Fehlerquote in der Einheit einer Qualitätsvereinbarung
Fehlerhafte Teile Stück zählt Teile, nicht Fehlerauftreten
Geprüfte Teile Stück was die Prüfungen angesehen haben, je Prüfung einmal gezählt
Gefundene Fehler Stück zählt Fehler, nicht fehlerhafte Teile
Fehlerquote Prüfung % gefundene Fehler gegen geprüfte Teile. Nicht gedeckelt
PPM Prüfung ppm dieselbe Quote in ppm

Fehlerquote und Fehlerquote Prüfung sind nicht dieselbe Zahl. Die eine misst, was die Produktion über alles Gefertigte berichtet; die andere, was eine Prüfung in ihrer Stichprobe gefunden hat. Ein Board, das beide zeigt, muss dazuschreiben, welche welche ist.

Fehlerhafte Teile und gefundene Fehler ebenfalls nicht. Ein Teil mit drei Fehlern zählt einmal als fehlerhaftes Teil und dreimal im Fehler-Pareto. Die beiden gehören nie auf dieselbe Achse.

Warum die Erfassung und das Board dieselbe Zahl zeigen

Abschnitt betitelt „Warum die Erfassung und das Board dieselbe Zahl zeigen“

Jede Kennzahl ist einmal definiert, in zwei Schreibweisen: als Ausdruck für die Erfassungsmaske, die live rechnet, während jemand tippt, und als SQL für das Abfrage-Tag, das über viele Datensätze summiert. Ein Test rechnet beide Wege gegen dieselben Fälle.

Daraus folgt eine Eigenschaft, die Sie prüfen können: Filtern Sie das Board auf genau einen Datensatz, fällt jede Summe auf ihren einen Summanden zusammen — es muss exakt die Zahl stehen, die der Werker in der Maske gesehen hat.

Dazu gehört, dass Ziel-Taktzeit und Kapazität mit in den Datensatz wandern. Sonst rechnete das Board eine alte Schicht mit einem später geänderten Ziel-Takt nach.

Wo nichts erfasst wurde, bleibt die Kennzahl leer. Sie wird nicht auf 0 gesetzt — „niemand hat das erfasst” und „es war null” sind zwei verschiedene Aussagen. Auch ein Nenner von 0 ergibt kein Ergebnis und keinen Fehler, sondern „noch nicht”.

Die Menge darf überschrieben werden: eine Verzählung, die sich nicht korrigieren lässt, wird in einer Tabellenkalkulation korrigiert. Wo die Menge gefüllt ist, gewinnt sie; wo nicht, tragen Direkt-Gut + Nacharbeit + Ausschuss. Eine eingetragene 0 ist eine Korrektur, keine Lücke.

Gerundet wird erst beim Anzeigen. Die Kachel entscheidet über Nachkommastellen, nicht die Definition.