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Verzeichnis

TrakState führt keine Passwörter. Wer ein Benutzer ist, weiß das Verzeichnis; wer was darf, weiß TrakState. Beide Hälften werden in der Benutzerverwaltung zusammengeblendet: E-Mail, Name, Security role und Status kommen aus dem Verzeichnis, die zugewiesenen Rollen aus dem Mandanten.

Diese Trennung ist der Grund, warum manche Aktionen in einer Installation verfügbar sind und in einer anderen nicht: sie hängen davon ab, welches Verzeichnis aktiv ist.

Verzeichnis Wann aktiv Was es kann
Fixture nur in der Entwicklungsumgebung ein fester Satz Demo-Benutzer; lesen und schreiben
Identity Provider saas und on-prem, sobald die Instanz einen eigenen Verzeichnis-Zugang hat die echten Benutzer des Mandanten; lesen und schreiben
Mandanten-Datenbank dieselben Profile, solange dieser Zugang fehlt dieselben Benutzer; nur lesen

Ausgewählt wird über das Betriebsprofil (PRODLOG_PROFILE); ein ausdrücklicher Schalter (USER_DIRECTORY) hat Vorrang. Beide gehören zur Installation und sind im Kapitel Installation und Betrieb beschrieben.

Eine Produktivinstallation startet nicht, wenn das Demo-Verzeichnis versehentlich aktiv wäre — weder durch einen fehlenden noch durch einen vertippten Wert. Der Start bricht mit einer Meldung ab, die sagt, welcher Wert zu setzen ist. Ein Kunde bekommt so nie eine Liste erfundener Benutzer zu sehen.

Jede Instanz bekommt beim Einrichten einen eigenen Maschinen-Benutzer im Identity Provider, der ausschließlich Mitglied der Organisation dieses Mandanten ist. Damit verwaltet sie ihre Benutzer selbst — und kann keine fremde Organisation erreichen, weil der Identity Provider das ablehnt und nicht erst wir.

Er wird bei der Bereitstellung erzeugt. Mandanten, die vorher entstanden sind, bekommen ihn beim nächsten Ausrollen nachgereicht.

Ohne ihn fällt die Instanz auf die Mandanten-Datenbank zurück, und die Benutzerverwaltung ist dann eine Ansicht: Sie sehen Liste, Detail und Rollen; alle ändernden Aktionen werden abgelehnt und statt der Knöpfe steht ein Hinweis. Neue Benutzer legt in diesem Fall die Betreiber-Ebene beim Einrichten des Mandanten an.

Zwei Angaben sind in dieser Betriebsart behelfsmäßig und sollten Sie nicht überraschen:

  • Als Name steht der Teil der E-Mail-Adresse vor dem @ (aus anna.klein@example.com wird anna.klein), weil die Datenbank keine Namensfelder führt.
  • Der Status ist immer active; ein Deaktivieren gibt es auf diesem Weg nicht.

Der Riegel gilt für alle ändernden Aktionen dieser Seite — auch für das Zuweisen und Entziehen von Rollen, obwohl eine Rolle allein im Mandanten liegt und mit dem Verzeichnis nichts zu tun hat. Wer welche Rolle hält, steht in dieser Betriebsart also fest, bis das Verzeichnis schreiben kann.