Berechnete Felder
Ein Berechnetes Feld ist eine Kachel in einer Erfassungsmaske, die eine Zahl aus den anderen Feldern derselben Maske rechnet — während jemand tippt, bevor irgendetwas gespeichert ist. In der Maskeneinrichtung heißt es so, und der Satz darunter sagt, was es ist: Eine Zahl, die aus den Feldern dieser Maske gerechnet wird. Sie wird angezeigt, nicht erfasst.
Es ist damit kein Feld der Datensatz-Art. Es hat keine Spalte, keinen Datentyp und keinen gespeicherten Wert. Gespeichert werden immer die Eingangsgrößen; die Kennzahl entsteht daraus — in der Maske sofort, auf dem Dashboard später aus den gespeicherten Zeilen. Deshalb zeigen beide dieselbe Zahl, und eine später korrigierte Zeile korrigiert die Kennzahl mit.
Einstellungen
Abschnitt betitelt „Einstellungen“| Beschriftung | Bedeutung |
|---|---|
| Formel | „Feldnamen dieser Maske, verbunden mit + - * / und Klammern.” Beispiel: (ActualRuntime - Downtime) / ActualRuntime |
| Erläuterung | die Zeile unter der Zahl — woraus sie entsteht |
| Format | Zahl oder Prozent; Prozent rechnet mal 100 und hängt das Zeichen an |
| Nachkommastellen | wie viele Stellen angezeigt werden |
| Einheit | freier Text bei Format Zahl, etwa Stk/h, min, ppm |
| Warnschwelle, Kritisch-Schwelle | färben die Kachel; in der angezeigten Einheit angeben — 90 für „unter 90 %“, nicht 0,9 |
| Gute Richtung | höher ist besser oder niedriger ist besser |
Ohne Schwellen bekommt die Kachel keine Farbe. Ein erfundenes Grün wäre schlimmer als gar keine Ampel, weil jemand es glaubt. Wo Farbe steht, steht ein eigenes Symbol daneben.
Was in eine Formel darf
Abschnitt betitelt „Was in eine Formel darf“Zahlen, Feldnamen, + - * /, Klammern und fünf Funktionen: min, max, abs, round,
coalesce.
Mehr nicht — keine Vergleiche, keine Bedingungen, kein Text. Was eine Entscheidung treffen soll, gehört in ein Query-Tag oder in einen Auslöser, wo es nachlesbar und prüfbar ist.
Die Formel darf drei Arten von Namen ansprechen:
- die Felder dieser Maske, unter dem Namen des Datenfeldes, an das sie gebunden sind,
- die Zeilen einer Wiederholgruppe, als eine Summe je Spalte unter dem Spaltennamen — eine Maske mit einer Fehlerliste zeigt so „Fehler gesamt: 8”, während die dritte Zeile noch getippt wird,
- die Spalten einer gewählten Stammdatenzeile, als
Station.Capacity— die Station bringt ihre Zielwerte mit, und die Kachel rechnet damit, bevor irgendetwas gespeichert ist.
Nie eine Abfrage über gespeicherte Datensätze. Eine Maske muss auf einem Gerät laufen, das gerade die Verbindung verloren hat; eine Zahl, die das Netz braucht, ist an der Maschine eine fehlende Zahl. Auswertungen über viele Datensätze sind Sache des Dashboards.
Drei Verhaltensweisen, auf die Sie sich verlassen können
Abschnitt betitelt „Drei Verhaltensweisen, auf die Sie sich verlassen können“Fehlt ein Wert, ist das Ergebnis leer. Ein unbekanntes oder leeres Feld ergibt nichts, und jede Rechnung damit ergibt nichts. Eine halb ausgefüllte Maske zeigt einen Strich, nie eine Zahl aus den zufällig schon gefüllten Feldern.
Teilen durch null ergibt ebenfalls einen Strich. Das ist der normale Zustand vor der ersten Eingabe einer Schicht, kein Fehler.
Ein Formelfehler ist kein fehlender Wert. Er wird sofort im Einrichtungsdialog gemeldet: Die Formel lässt sich nicht lesen: — mit der Stelle. Dazu zeigt der Dialog, welche Namen die Formel benutzt, und warnt, wenn kein Feld dieser Maske diese Namen trägt. Ein Tippfehler soll im Dialog auffallen, nicht in der Halle als leere Kachel.
coalesce(a, b) ist die eine Funktion, die ein Fehlen abfangen darf: „dies, sonst jenes”. Sie
nimmt genau zwei Werte — eine Kette aus fünf wäre ein Entscheidungsbaum, und den gibt es hier
nicht.